CO2-Fußabdruck: „Best Alliance“-Früherdbeeren aus nachhaltigem Anbau

Das Unternehmen
Die REWE Group ist mit einem Umsatz von rund 45 Milliarden Euro und 290.000 Beschäftigten in Deutschland und 15 weiteren Ländern einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Europa.

Das Produkt
Bei dem Produkt handelt es sich um „Best Alliance“-Früherdbeeren aus Huelva (Spanien) in einer 500 g PET-Schale.

Was genau wurde bilanziert?

Bilanzgrenzen
Die Bilanzierung beginnt mit dem Setzen der Jungpflanzen in Spanien und endet mit der Verpackungsentsorgung in Deutschland.

Funktionelle Einheit
Als funktionelle Einheit dient die 500 g PET- Schale der „Best Alliance“-Erdbeeren aus Spanien, die direkt nach der Ernte verpackt und ohne weitere Veränderung in Deutschland ver- trieben wird.

Wo entstehen die meisten Emissionen?
Der CO2-Fußabdruck von „Best Alliance“-Erdbeeren wird hauptsächlich durch Produktion und Distribution bestimmt. Dabei spielen die Transport- und Kühlprozesse von Spanien nach Deutschland eine wichtige Rolle. Im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion sind die Erzeugung der PET-Erdbeerschalen sowie der Bodenabdeck- und Tunnelfolien die Hauptverursacher der CO2e-Emissionen. Darüber hinaus trägt die Einkaufsfahrt des Kunden zur Einkaufsstätte mit rund 15% zu den CO2e-Emissionen bei, unter der im Projekt einheitlich definierten Annahme, dass eine durchschnittliche Strecke mit dem privaten PKW zurückgelegt wird.

Welche Ansätze für eine weitere Reduktion der Emissionen wurden identifiziert

a) in der Produktion (Ansätze zur Reduktion entlang der Wertschöpfungskette)?
Die wesentlichen Reduktionspotenziale sind:
• Überprüfung alternativer Verpackungsmaterialien (z.B. Austausch der PET-Deckel durch eine PP-Flow-Pack-Folie)
• Einsatz von Grünstrom in der spanischen Packstation
• Optimierung der Logistik (Reduzierung von Leerfahrten, Erhöhung der Transportauslastung von LKW)

b) beim Verbraucher (Handlungsempfehlung)?
Der wesentliche Ansatz zur Emissionsreduktion wird in der Einkaufsfahrt zum Lebensmitteleinzelhandel gesehen, welche nach Möglichkeit nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt werden sollte. REWE Group unterstützt den Ansatz einer verbesserten Erreichbarkeit durch den Ausbau von Nachbarschaftsmärkten.

Was hat die REWE durch die Projektteilnahme gelernt?
Neben dem Ressourcenschutz, der Steigerung der Biodiversität und der sozialen Verantwortung ist die Minimierung der CO2e-Emissionen ein wesentlicher Nachhaltigkeitsbaustein im lifecycle von Obst und Gemüse. Um die gewünschten (positiven) Veränderungsprozesse zu realisieren, muss die REWE Group als Verbindungsglied zwischen den Erzeugern und den Konsumenten die Prozessketten steuern und gestalten – so wie die REWE Group das bereits beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gemacht hat.

Plant die REWE Group weitere Aktivitäten im produktbezogenen Klimaschutz?
Zukünftig werden in verschiedenen Sortimentsbereichen die Haupttreiber von CO2e-Emissionen innerhalb der Prozessketten ermittelt, um über Verfahrensanpassungen und Standortoptimierungen die Klimarelevanz zu verbessern. Ergänzend werden die Sortimentslistungen von energieverbrauchenden Artikeln an Hand der jeweiligen Energieeffizienz gesteuert.

„Wir werden im Rahmen unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie durch die gezielte Auswahl von Produktionsstandorten und -methoden aktiven Klimaschutz betreiben.“

Dr. L. Breloh, Bereichsleitung Strategischer Einkauf / Kontakt: Dr. Josef Lüneburg-Wolthaus, Qualitätssicherung Obst und Gemüse, Email: josef.lueneburg-wolthaus@rewe-group.com

 

Das Ergebnisposter sowie die vollständige Dokumentation können Sie auf der Seite des PCF Pilotprojektes herunterladen.